„Man muss das Leben eben nehmen, wie das Leben eben ist….“

Dieser alte Schlagertext beinhaltet mehr Wahrheit als es auf den ersten Blick scheint.

Was ist eigentlich Glück? Wer hat darüber nicht schon einmal nachgedacht? Ein Lottogewinn? Ein guter Job? Ein toller Partner mit einer tollen Familie?
Jaa! Natürlich ist das Glück! Aber eigentlich liegt das Glück doch auf der Straße! Glaubt Ihr nicht? Ich finde schon!
Das Glück liegt meiner Meinung nach darin behaftet, dass man jeden Tag zu einem glücklichen Tag machen sollte und auch machen kann.
Wenn wir aufhören das Leben und die Begebenheiten abzulehnen, ja gar schlecht zu machen, liegt das Glück auf der Straße!

Heute ist ein ziemlich trister Tag. Wenn ich nach draußen schaue, könnte man glatt depressiv werden….
Man könnte das Wetter bemosern, den Job, seine Aufgaben am heutigen Tag, die Aussicht auf ein ereignisloses Wochenende beklemmend finden und weiß Gott, wenn ich mir jetzt Mühe gäbe, fiele mir noch eine Menge mehr ein, was ich schlecht machen könnte. Und um jetzt kurz beim Wetter zu bleiben….wie viele haben in diesem traumhaften Sommer über die große Hitze gemosert? Gibt es überhaupt „gutes“ Wetter? Gibt es überhaupt den „richtigen“ Job, über den man nie motzen kann? Und wann ist  ein Wochenende perfekt? Wenn es zugestopft mit Verabredungen ist, genügend Alkohol geflossen ist und der Sonntag vom Kater gekrönt wird?

Man kann an allem und immer etwas Negatives finden! Aber auch genau so viel Positives!
Findet Ihr nicht? Warum nicht?

Wie wäre es gar nichts zu finden und statt dessen es einfach zu nehmen und zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen?

Natürlich gibt es Ereignisse, die uns zweifeln lassen, die wir nicht verstehen können und die uns traurig machen. Ein Mensch in meinem engsten Umfeld wird krank, jemand verliert den Job oder das Wetter schlägt solche Kapriolen, dass dadurch eine Katastrophe ausgelöst wird.

Kann ich dann noch Positives entdecken und sogar leben?
Zunächst einmal ist es wichtig zu akzeptieren, dass man nicht jeden Tag glücklich sein muss! Es ist erlaubt traurig zu sein. Jede Gefühlsregung ist eine Gute! Auch Trauer, Wut, und Einsamkeit sind gute Gefühle. Sie dürfen da sein und sie gehören zum Leben dazu.
Aber warum möchte dann niemand diese Art von Gefühlen haben?
Ich denke, weil wir sie nicht akzeptieren und als nicht „gut“ bezeichnen. Es sind „schlechte“ Gefühle, die man nicht haben möchte.
Und was wäre wenn wir Angst und Trauer und Einsamkeit als „gute“ Gefühle bezeichnen würden? Was wäre wenn sie gar nicht schlimm oder negativ wären? Warum bewerten wir überhaupt unsere Gefühle?
Wenn wir aufhören unsere Gefühle zu bewerten, aufhören nach Glück zu streben, unsere Erwartungen über Bord würfen, wären wir dann plötzlich glücklich?

Wir gehen einmal vom Schlimmsten aus: Ein geliebter Mensch stirbt. Nicht nach langer Krankheit und im hohen Alter. Nein, in jungen Jahren…z.B. bei einem Unfall.
Und da soll man noch glücklich sein? Nein! Zu solch einer Zeit soll man traurig sein und weinen dürfen und sich die Frage stellen „warum nur ist das geschehen?“.
Die Antwort auf diese Frage ist simpel! Weil das Leben und die Welt sich im Gleichgewicht befinden will. Weil großes Glück und schweres Leid geschehen muss um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.
Nehmen wir einmal an, dass Unglück nicht geschehen würde. Könnte dann großes Glück entstehen? Eine sehr interessante Frage, wie ich finde….

Wenn es uns gelingt die Dinge so zu nehmen wie sie kommen, zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen, würde es eine große Zufriedenheit in uns auslösen….!?

Wenn Du Dich auf Dich verlässt, Dir vertraust und das Leben nimmst wie es kommt, führt Dich Dein Leben geradewegs ins glücklich sein!

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2 Kommentare zu „„Man muss das Leben eben nehmen, wie das Leben eben ist….“

  1. Liebe Frau Schwarzbrot, Dein Beitrag spricht mir so richtig aus dem Herzen. Oft habe ich schon verkündet, dass Dir keine Million zum Gück verhilft, wenn Du Dich nicht darüber erfreuen kannst, dass heute die Sonne scheint, oder dass nun endlich mal schlechtes Wetter ist und Du Dich endlich mal Dingen widmen kannst, die man bei schönem Wetter lieber nicht erledigt. Als mein Schwiegersohn vor fast fünf Jahren unverhofft starb, waren wir alle tieftraurig, besonders natürlich seine Kinder und meine Tochter. Trotzdem gab es selbst in dieser Zeit einen kleinen Glücksmoment für mich, nämlich als meine ältere Tochter sofort anreiste, um ihrer Schwester zur Seite zu stehen. Jetzt scheint es auch ein neues zartes Glück im Hause meiner Tochter zu geben, worüber auch ich glücklich bin. Liebe Grüße Hedwig

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    1. Liebe Hedwig, das freut mich wirklich sehr! Was mich sehr beeindruckt, dass Du auch im Trauern um Deinen Schwiegersohn etwas Positives finden konntest. Das ist die große Kunst! So will das Leben gelebt werden! Ich will mich hier nicht als Schlaumeier hervortun…aber wer so fühlen kann, dem geht’s schlicht gut! Und ja genau, aus allem was geht kann Neues entstehen.. Liebe Grüße, auch an Deine Lieben! Petra

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