Empathie

Hello again! Ich weiß, ich weiß! Es ist ziemlich ruhig um Frau Schwarzbrot geworden. Das hat nur den einen tiefen Grund, nämlich, dass es mir (zu) gut geht. Wie oft hat man schon davon gehört, dass die Kreativität der Kriese entspringt. Und nun hab ich das große Glück, dass ich alle Kriesen bewältigt und alles, was diesen entsprungen ist, aufgebraucht habe.
Und trotzdem gibt es ein Thema was mich gerade beruflich und privat beschäftigt. Und das ist die fehlende Empathie vieler Menschen. Oder soll man es Sturheit, Unbelehrbarkeit oder gar Egoismus nennen?
Es ist so schade…überall begegnen mir Menschen, die sich bemühen und engagieren. Aber leider fehlt vielen in meinem Umfeld der Blick dafür. Warum ist das so? Trauen die Menschen einander nicht? Können sich viele nicht vorstellen, dass man sich wirklich offen und ehrlich für sie interessiert. Mir begegnet das leider immer häufiger. Ich habe mal wieder einiges zum Thema Persönlichkeitsbildung gelesen und bin immer interessiert, Menschen besser zu verstehen und zu ergründen, warum der eine so und der andere anders reagiert.
Ich denke viele Menschen haben sich aufgrund ihrer persönlichen Lebensgeschichte verändert oder geprägt und lassen völlig außer Acht, dass ein neuer Mensch auch neues Glück bedeuten kann. Viele gehen hin und legen über alle Menschen den Einheitsdeckel und lassen sich nicht vernünftig ein. Ich habe mir fünf Schlagworte notiert:
1. Gutes tun
2. Spiegeln
3. Menschen beim Namen nennen
4. Loben statt Kritik
5. Nicken

Diese fünf Punkte sollen zu mehr Empathie bzw. zu einer positiveren Reflektion der eigenen und anderer Personen führen.
Ich will das noch ein wenig ausführen. Man sollte Gutes tun aus reiner Selbstüberzeugung. Menschen reagieren überwiegen positiv auf Menschen, die Gutes tun oder hilfsbereit und freundlich sind. Es müssen nicht immer die großen Dinge sein, dem Kollegin morgens den Kaffee einschenken ist nichts besonderes, aber meine Kollegen freuen sich immer wenn ich das tue und bedanken sich mit den Worten „lieb von dir“. Das ist nichts weltbewegendes, aber es hat eine sehr positive Wirkung. Und daran schließt sich der zweite Punkt schon an. Wer Gutes tut, lädt sein Gegenüber ein es ihm gleich zu tun. Spiegeln. Aber es geht nicht nur ums gespiegelt werden, wichtig ist auch selbst zu spiegeln. Man sollte sein Gegenüber sowohl in Körpersprache als auch im Handeln und Auftreten spiegeln. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Menschen, die die gleiche Körpersprache sprechen, sich sympathischer sind als Menschen, die sich gegensätzlich verhalten. Aber spiegeln gilt auch für die Kommunikation. Jemand der sich distanziert verhält, dem sollte man auch distanziert begegnen und ihm nicht direkt um den Hals fallen. Menschen öffnen sich eher aus einer Distanziertheit heraus, wenn man ihnen das Gefühl gibt sich fei entscheiden zu können, ob sie näher rücken wollen oder nicht.
Ja und dann soll man Menschen beim Namen nennen. Es vermittelt dem Gegenüber, dass es wirklich um sie/ihn persönlich geht und  die Menschen beim Namen zu nennen ist auch höflich und es suggeriert „du bist mir wichtig“.  Tja, und dann loben statt Kritik! Das ist ein Experiment, was sich wirklich lohnt. Nehmt euch mal vor, eine Woche lang keine Kritik zu über und statt dessen die positiven Dinge Eurer Mitmenschen zu erwähnen. Nicht nur die eigene Stimmung verändert sich dadurch, weil man den Blick mehr auf das Positive als Solches fokussiert, auch die Stimmung um einen herum wird positiv beeinflusst. Die Kritik kann sich hinter einem gekonnten Lob gut verstecken. And last but not least -nicken-. Ich persönlich finde es zwar etwas blöd, kann aber durchaus nachvollziehen, dass das Gegenüber Zustimmung erhält. Das habe ich nun tatsächlich noch nicht bewusst ausprobiert, werde es aber noch testen.

Nun ja, einer allein kann nicht die Welt verbessern, aber wenn jeder bei sich anfangen würde und etwas für ein positiveres Miteinander tun würde, wäre doch vieles einfacher.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes und freundliches Wochenende.

Alles Liebe

Eure Frau Schwarzbrot

 

 

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7 Kommentare zu „Empathie

  1. Hallo Frau Schwarzbrot. Ich habe mich schon gewundert wo du bist. Ich empfinde immer viel Empathie für andere Menschen, manchmal auch zu viel. (Helfersyndrom 🙂 Ich kann es auch nicht gut sehen wenn viele Menschen sich nicht in andere hinein versetzen können oder wollen. Dabei ist es mir ein leichtes nach zu vollziehen warum derjenige so und so ist oder dieses und jenes so macht und nicht anders. Vielleicht ist das Leben zu schnell lebig geworden, das die Meisten gar keine Zeit oder Lust haben Verständnis oder Mitgefühl zu haben. Übrigens: Dein Name ganz unten am Ende hat ein c verschluckt. LG, Nati

    Gefällt 2 Personen

    1. Liebe Nati, Danke für Deinen Kommentar und für den Hinweis auf das verschluckte „c“! Ja ich wünschte wirklich wir würden uns mal wieder in die andre Richtung bewegen und mehr aufeinander achten. Meiner Meinung nach steht dies nicht im Disput mit der Selbstliebe…

      Gefällt 1 Person

  2. Also, wer mich kennt, weiss, ich gebe nie auf, das Gute im Menschen zu sehen.
    Liebe Frau Schwarzbrot, ich finde die angesprochenen 5 Punkte auch sehr wichtig, auch das Nicken. Ich habe gemerkt, das kommt irgendwann von allein. Weil, wenn man jemandem wirklich zuhört und merkt, dass man einer Meinung ist oder eine Auffassung teilt, nicke ich automatisch, das ist fast wie ein Reflex. Um zu zeigen, dass ich verstanden habe.
    Ich kenne auch viele Menschen (ist bei meinem Beruf unumgänglich), die sehr selbstsüchtig mit ihrer Umwelt umgehen. Die Menschen für sich beanspruchen, um ihre eigenen Ziele zu erreichen. Die Frage ist, wieviel Raum wir diesen Menschen geben.
    Ich habe zur Zeit auch sehr häufige und lange Gespräche mit einem zutiefst verunsicherten Menschen, der gerade sein komplettes Leben umkrempelt. Der jeden Tag zweifelt, ob das so richtig ist, was er da gerade tut. Was wäre ich für ein Mensch, wenn ich dem nicht zur Seite stehen würde. Ich weiss auch nicht, wie das Ganze ausgeht, aber ich versuche so gut wie möglich, jeden Zweifel zu einem guten Gedanken zu machen. Nicht Probleme erkennen, sondern Lösungen finden.
    Dieser Mensch liest jeden Schwarzbrot-Beitrag, ist aber noch nicht so weit, alles verinnerlichen zu können. So versuche ich ihn langsam heran zu führen.
    Auch das hat etwas mit Empathie zu tun. Den Menschen so nehmen, wie er ist, und mit ihm gemeinsam eine Lösung zu finden.
    Jeder, der mit sich im reinen ist, wird es genauso tun.
    Dass viele es nicht schaffen, zeugt davon, dass viele mit sich nicht im Reinen sind, an sich selbst zweifeln. Es ist ihnen nur noch nicht bewusst. Oder in ihrem Umfeld ist niemand, der es ihnen bewusst macht.
    Sich selbst erkennen ist nicht immer einfach. Dafür muss man auch schon mal einen Quantensprung wagen. Und das traut sich nicht jeder.
    In alten Mustern zu verbleiben ist so viel einfacher.
    Und das ist meiner Meinung nach einer der Hauptgründe, warum Menschen eher selbstsüchtig sind. Sie wurden so erzogen oder haben sich so entwickelt, warum sollten sie es ändern?
    Nachdem ich aber in den letzten Monaten viele Menschen kennen lernen durfte, die sich selbst erkannt haben, bin ich frohen Mutes, dass es sich entwickelt wie eine Epidemie.
    Dabei fällt mir gerade ein, dass ich vor etwa 2 Jahren ein Gespräch mit meiner Chefin hatte (sie ist gleichzeitig auch eine gute Freundin), bei dem wir festgestellt haben, dass sich etwas ändert in dieser Welt. Menschen achten mehr aufeinander, sie reagieren verständnisvoller. Als ich damals die ersten Beiträge hier gelesen habe, dachte ich sofort: ja, es ist so. Und es werden immer mehr.
    Natürlich wird es immer Menschen geben, die nur für sich selbst denken und handeln. Aber ich habe den Eindruck, es werden immer weniger.
    So, das war jetzt ziemlich weit ausgeholt, aber ich fand es wichtig.
    Danke, Mrs. Black Bread, dass Du dieses so unglaublich wichtige Thema angesprochen hast!

    Gefällt 1 Person

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